Mitteilung

UV-Index-Tafel

Zusammen mir der AOK Bayern nimmt der SVG am Projekt WATCH OUT der Deutschen Krebshilfe teil. Hierfür wurde am stark genutzen Eingang zum Biergarten, der Tennisplätzen sowie der Beach- und Boul-Anlage eine Indextafel aufgehängt, welche auf den aktuell notwendigen Schutzgrad hinweist. 

 

Über WATCH OUT

Das Projekt WATCH OUT wurde 2022 von der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. (ADP) ins Leben gerufen, um Menschen in ihrer Freizeit kurz und verständlich auf effektiveres Sonnenschutzverhalten zu hinzuweisen. Im Mittelpunkt steht dabei der UV-Index: Ein international gültiges Maß, das die Gefahr UV-Strahlung der Sonne auf einer Farb- und Zahlenskala sichtbar macht und auf die richtigen Schutzmaßnahmen hinweist. Auffällige UV-Index-Tafeln mit integriertem QR-Code erinnern Menschen direkt bei Ihren Alltagsaktivitäten an den Schutz ihrer Haut – auf dem Sportplatz, im Freibad, im Park oder andernorts. Im Freistaat Bayern wird WATCH OUT im Rahmen des Masterplans Prävention vom Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention gemeinsam mit der AOK Bayern –Die Gesundheitskasse umgesetzt.

UV-Strahlung – die unsichtbare Gefahr

UV-Strahlung ist für Menschen nicht sichtbar oder fühlbar. Trifft sie auf die Haut, greift sie unmittelbar das Erbgut der Hautzellen an. Der Körper reagiert und beginnt, die Schäden zu beheben. Bei zu viel UV-Strahlung versagt dieser Mechanismus jedoch und es bleiben geschädigte Zelle in der Haut zurück. Je öfter das geschieht, desto höher ist das Risiko, dass sich daraus im Laufe des Lebens Hautkrebs entwickelt.
Über 355.000 Menschen in Deutschland erkranken jährlich neu an Hautkrebs1. Die Zahl der Krankenhausbehandlungen aufgrund von Hautkrebs steigt2. Der Hauptrisikofaktor – die UV-Strahlung – begegnet Menschen an vielen Orten des Alltags. Durch den Klimawandel erhöhen sich die Sonnenscheindauer und die UV-Strahlung, wie Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes und des Bundesamts für Strahlenschutz3 zeigen. Ein bewusster Umgang mit UV-Strahlung und die richtige Anwendung von Schutzmaßnahmen können das Hauptkrebsrisiko gering halten und gewinnen mit dem Klimawandel immer mehr an Bedeutung.

Effektiver UV-Schutz mit dem UV-Index

Der UV-Index macht deutlich, worauf es beim UV-Schutz ankommt. Der Schlüssel liegt in der richtigen Rangfolge und Kombination von Schutzmaßnahmen: Sonne meiden, richtig kleiden und Sonnenschutzmittel richtig nutzen. Ab einem UV-Index von 3 braucht die Haut Schutz.

In der Mittagszeit ist die UV-Strahlung meistens am intensivsten. Durch das Meiden der Mittagssonne und das Aufsuchen von Schatten wird UV-Strahlung „eingespart“, was besonders effektiv ist. Für die Haut gilt: Kleidung ist der beste Schutz. Kopf, Nacken, Schultern und Dekolleté, aber auch Ohren und Fußrücken sind der Sonne besonders stark ausgesetzt. Wer sich richtig schützen möchte, deckt diese Stellen durch dicht gewebte Kleidung ab. Auch Sonnenhut und Sonnenbrille gehören dazu. Sonnenschutzmittel runden den Sonnenschutz ab und sind für die von Kleidung unbedeckten Hautstellen gedacht. Dabei gilt: Reichlich auftragen, hin und wieder nachcremen und einen hohen Lichtschutzfaktor (30 oder höher) nutzen.

Gut zu wissen: Bräunt sich die Haut, so ist das eine Stressreaktion. Um die durch UV-Strahlung ausgelösten Zellschäden etwas abzumildern, bildet die Haut dunkle Pigmentzellen, die sich wie kleine Sonnenschirme auf die Zellkerne legen. Als Nebeneffekt färbt sich unsere Haut dunkel. Dieser Eigenschutz ist jedoch sehr gering und zeigt eine Belastung an. Hautbräunung sollte also als Aufforderung für UV-Schutz verstanden und nicht gezielt herbeigeführt werden.

Zitate

Gerd Nettekoven, Vorstand Deutschen Krebshilfe: „UV-Strahlen sind der größte Risikofaktor für das Entstehen von Hautkrebs. Gerade bei Aktivitäten im Freien wird die Intensität der UV-Strahlung oft unterschätzt. Mit dem Präventionsprojekt WATCH OUT wollen wir dies ändern und freuen uns über alle Partner, die uns dabei unterstützen.“

Prof. Dr. Eckhard Breitbart, Dermatologe und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. (ADP): „Wir haben kein Sinnesorgan für die UV-Strahlung. Wenn die Haut juckt oder brennt, hat sie bereits massiv Schaden genommen.“

Carina Annalena Jung, Projektleiterin WATCH OUT: „Je mehr Verbreitung der UV-Index findet, desto mehr Aufmerksamkeit für den UV-Schutz versprechen wir uns. Das Projekt steht und fällt deshalb mit unseren Partnerinnen und Partner, die es vor Ort umsetzen.“

SV Germering

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